OKRs beginnen in vielen Unternehmen mit einem guten Gespräch. Ein Ziel wird formuliert, ein paar messbare Ergebnisse kommen dazu, und für das neue Quartal gibt es eine Richtung. Wenige Wochen später liegt die Datei in einem Ordner oder einer Excel-Tabelle, und kaum jemand weiß noch, wo sie zu finden ist oder wie der aktuelle Stand aussieht.
Das Problem sind nicht die Ziele selbst. Es fehlt ihr Platz im gemeinsamen Arbeitsalltag. Wenn OKRs nur zum Start eines Quartals sichtbar sind, werden sie leicht zu einer Planungsübung statt zu einem Bezugspunkt für Entscheidungen und Prioritäten.
Ein gemeinsamer Blick auf das Quartal
Für jedes Quartal können neue OKRs angelegt werden. Alle Mitglieder eines Unternehmens sehen, welches Ziel verfolgt wird und wie der Stand dazu ist. Die Richtung bleibt nicht bei einzelnen Verantwortlichen oder in einer Präsentation, sondern wird für das ganze Unternehmen sichtbar.
Das bedeutet nicht, dass jede Person ständig auf Ziele schauen muss. Aber wenn eine Entscheidung ansteht oder sich Prioritäten verschieben, ist der gemeinsame Bezug erreichbar. Niemand muss erst fragen, welche Ziele vereinbart waren oder die richtige Tabelle suchen.
Fortschritt als Hill Chart
Der Fortschritt wird mit einem Hill Chart angezeigt. Er macht sichtbar, ob ein Vorhaben noch dabei ist, verstanden und vorbereitet zu werden, oder ob es bereits auf der Seite der Umsetzung und Fertigstellung liegt. Der Chart reduziert Fortschritt nicht auf eine künstlich genaue Prozentzahl. Er zeigt Entwicklung in einer Form, die zu Arbeit mit Unsicherheit passt.
Damit kann ein Team erkennen, ob es noch vor einer grundlegenden Frage steht oder ob die entscheidende Arbeit getan ist und es vor allem um Ausführung geht. Die Sicht ist kein Urteil über Personen, sondern ein gemeinsamer Anlass, über den nächsten sinnvollen Schritt zu sprechen.
OKRs bleiben ein Gespräch
Wenn alle denselben Stand sehen, werden Gespräche konkreter: Ist dieses Ziel noch richtig? Was hält uns auf? Braucht es eine andere Priorität oder Unterstützung? So wird ein OKR nicht zur Excel-Übung, die nach dem Quartalsauftakt verschwindet, sondern bleibt ein gemeinsamer Bezug für die Arbeit im Quartal.